SPD will Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

Veröffentlicht am 30.10.2007 in Pressemitteilung
Der Geschäftsführer der ARGE Rhein-Lahn, Peter Hahn (2.v.l) führte die Besucher der SPD Westerwald durch die Räumlichkeiten des Projektes "Juwel"
Der Geschäftsführer der ARGE Rhein-Lahn, Peter Hahn (2.v.l) führte die Besucher der SPD Westerwald durch die Räumlichkei

Projekt "Juwel" beeindruckte Arbeitskreis Wirtschaft&Arbeit

Durch die gute konjunkturelle Lage haben in den letzen Monaten vor allem auch junge Menschen profitiert. Doch was tun, mit jugendlichen Langzeitarbeitslosen, die oftmals weder eine Ausbildung noch wirkliche Berufserfahrung haben? Die ARGE im Rhein-Lahnkreis ist davon überzeugt, dass gerade diese Gruppe, von denen über 80% keine Ausbildung haben, intensive Betreuung benötigt um nicht langfristig auf der Strecke zu bleiben. Aus diesem Grund wurde am 1.7. diesen Jahres unter Trägerschaft des Rhein-Lahnkreises das Projekt "Juwel" (Jugendliche auf dem Weg in Arbeit) gestartet.

Der Arbeitskreis "Wirtschaft und Arbeit" der SPD Westerwald besuchte die Einrichtung in Bad Ems, um sich über diese Maßnahme zu informieren und Anregungen für die Arbeit im Westerwald mitzunehmen.

Der Geschäftsführer der ARGE Rhein-Lahn, Peter Hahn und der Leiter der Abteilung Soziales des Rhein-Lahnkreises, Guido Feig informierten zunächst über den bisherigen Verlauf des Projektes:
In den Jahren vergangenen zwei JAhren habe man es durch intensive Vermittlungsarbeit geschafft die Anzahl von jungen ALG 2 Empfängern im Kreis von über 700 auf ca 230 zu reduzieren. Der verbleibende Teil sei jedoch mit herkömmlichen Methoden kaum zu vermitteln - hier sei eine wesentlich intensivere Betreuung nötig.

Das Projekt ist daher so angelegt, dass die Teilnehmer über einen Zeitraum von 18 Monaten durchgängig von Montag bis Freitag betreut werden. Nach einer Einfindungsphase von vier Wochen, in der man sich intensiv mit jedem einzelnen Jugendlichen auseinandersetzt, steht dann die Arbeit in Projekten und Berufspraktika auf dem Plan. In allen Phasen des Projektes werden die Jugendlichen pädagogisch betreut. Man sei zudem froh, Unternehmen und Bildungsträger in der Region gefunden zu haben die dies unterstützen. Die Jugendlichen werden durch "Juwel" sehr intensiv gefördert, aber auch gefordert: Die Teilnahme ist verpflichtend und bei Verweigerung droht die Streichung des Arbeitslosengeldes.
Finanziert wird das Projekt, dessen langfristiges Ziel es ist die Jugendarbeitslosigkeit auf 0 herabzufahren, durch die Arbeitsgemeinschaft Rhein-Lahn, aber auch durch Fördermittel des Landes und des Europäischen Sozialfonds.

Der stellv. Vorsitzende des SPD Westerwald, Björn Walden, zeigte sich sehr angetan von dem Projekt: " Wir haben es hier mit einem Personenkreis zu tun, bei dem herkömmliche Methoden oft nicht mehr greifen. Desahlb dürfen wir diese Gruppe jedoch nicht aufgeben. Gerade bei jungen Menschen kann man noch entgegewirken und so verhindern, dass sie zu typischen Hartz 4-Fällen werden." Kritischer Punkt für die Umsetzung auch im Westerwald dürfe jedoch nicht zuletzt die Finanzierung sein. "Im Rhein-Lahnkreis handelt es sich um ein Pilotprojekt, dass außergewöhnlich stark gefördert wird - wenn wir so etwas auch im Westerwald durchführen möchten, müssten wir uns um weitere Finanzierungsmöglichkeiten bemühen. Natürlich entstehen durch ein solches Projekt zunächst hohe Kosten. Man darf jedoch nicht vergessen, dass jeder Jugendliche den wir in dieser Phase in Arbeit vermitteln können davor bewahrt wird einen großen Teil seinen Lebens von Sozialleistungen des Staates zu leben. Langfristig lohnt sich das daher auch finanziell." Die SPD wird sich daher in den kommenden Monaten weiterhin mit dem Thema beschäftigen und nach Wegen suchen auch im Westerwald die Chancen langzeitarbeitsloser Jugendlicher zu erhöhen.

 
 

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