Hendrik Hering ruft zu respektvollen Debatten auf und verurteilt Gewalt
Landtagspräsident Hendrik Hering hat im Zusammenhang mit den Debatten um das Tötungsdelikt an einer 15-jährigen Schülerin aus Kandel mutmaßlich durch einen afghanischen Flüchtling zu einer Versachlichung der politischen Debatte und zu einem respektvollen Umgang aufgerufen.
Vor Einstieg in die von der AfD-Fraktion beantragte Aktuelle Debatte zum Thema „Tötungsdelikt in Kandel: Hintergründe und politische Konsequenzen“ erklärte Hendrik Hering:
„Bevor wir zum nächsten Tagesordnungspunkt kommen, möchte ich einige Worte an Sie richten.
Zunächst möchte ich zum Ausdruck bringen, dass diese schreckliche Tat an einer 15-jährigen Schülerin in Kandel, jedem von uns sehr nahe gegangen ist. Unsere Gedanken sind deswegen bei der Familie und den Freunden der jungen Frau.
Bei der Debatte um diese Tat und deren Konsequenzen, die auch in der Öffentlichkeit intensiv geführt wurde und wird, sind angemessene Worte gefallen, aber auch Worte, die Hass schüren. Gerade weil diese Tat, mit der wir uns in dieser nächsten Aktuellen Debatte beschäftigen, so emotional aufgeladen und so schwierig ist, kommt dem Parlament eine besondere Bedeutung zu.
Die Öffentlichkeit schaut auf uns und achtet genau darauf, welche Worte wir wählen, wie wir hier miteinander umgehen, wie wir die Debatte führen. Vor einer Woche hat der Integrationsausschuss eindrucksvoll gezeigt, wie eine solche Debatte - orientiert an der Sache, leidenschaftlich, konstruktiv und respektvoll - gelingen kann.
Dieses Parlament und wir als Abgeordnete haben eine Vorbildfunktion. Unser Umgang miteinander wird von unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern wahrgenommen und aufgenommen. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein. Gewalt und Drohungen gegen Politiker, gegen Andersdenkende, sei sie nonverbal oder verbal, ist in keinem Fall zu tolerieren! Denn die Gewalt der Worte kann sich schnell in eine Gewalt der Taten entladen.
Wir sollten unsere Worte mit Bedacht und im gegenseitigen Respekt gut wählen, sei es hier im Plenum oder anderswo.“
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