Westerwälder SPD blickt auf ihre Geschichte

Veröffentlicht am 12.10.2015 in Pressemitteilung

Buchpräsentation: Carsten Gerz beleuchtet Parteigeschichte von den Anfängen bis 1933

Einen prominenten Laudator konnte die Westerwälder SPD für die Präsentation des Buches zu ihrer kreisweiten Geschichte gewinnen. Rudolf Scharping, ehemaliger Ministerpräsident und Parteivorsitzender, stellte im Stadthaus in Selters die Veröffentlichung „Vom bespitzelten Staatsfeind zur staatstragenden Partei“ vor, in dem Autor Carsten Gerz (Pottum) die Entwicklung der Westerwälder SPD von den Anfängen bis zum Verbot 1933 beschreibt. MdL Hendrik Hering begrüßte die interessierten Gäste und freute sich, dass endlich eine zusammenfassende Darstellung der lokalen Parteigeschichte zumindest für die Zeit bis 1933 vorliegt.

Stadtbürgermeister Rolf Jung bekundete in einem Grußwort seinen großen Respekt vor den aufrechten Sozialdemokraten aus den Anfangsjahren. Es sei heute kaum noch zu ermessen, mit welchen persönlichen Risiken eine politische Betätigung damals verbunden war. Auch Hering ging in seiner Einführung auf die schwierigen Bedingungen ein, unter denen die Sozialdemokratie im Westerwald Fuß fasste. Der Mut der Gründerväter und ihre Entschlossenheit sei bewundernswert. Auch auf lokaler Ebene habe sich die SPD große Verdienste um die Verbesserung der Lebensverhältnisse erworben.

Rudolf Scharping hält ist es wichtig, dass sich politische Organisationen ihrer Geschichte vergewissern. Dies ermöglicht die vorliegende Publikation in eindrucksvoller Weise. Sie zeigt zudem auf, dass die SPD schon in ihrer Frühzeit neben einem politischen Freiheitsverständnis die soziale Komponente zu einem ihrer Kernanliegen gemacht hat. Der ehemalige Bundesverteidigungsminister wörtlich: „Was bringt Menschen in bitterer Not dazu, sich politisch zu engagieren. Der Wille zur Freiheit war dabei eine große Antriebskraft, doch Politik will auch praktisch gestaltet werden“. Das Verbot 1878 habe die Partei noch stärker in der Bevölkerung verankert. Alle heutigen sozialen Errungenschaften seine ohne die SPD nicht denkbar. Die lokale Beschreibung von C. Gerz lasse die allgemeine Geschichte sehr anschaulich werden.

Der Verfasser selbst ging in seinem Vortrag auf den Werdegang des Buches ein, das seiner Studien-Abschlussarbeit im Fach Kulturwissenschaft (Schwerpunkt: Geschichte) entstammt. Besonders die Veröffentlichungen von Dr. Uli Jungbluth seien ihm sehr hilfreich gewesen. Ansonsten sei die Recherchearbeit sehr mühsam gewesen, da vieles aus dem Untersuchungszeitraum in der NS-Zeit vernichtet wurde. Die im Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden vorhandenen Unterlagen entstammen meist den Spitzelberichten der Obrigkeit.              

Carsten Gerz: „Vom bespitzelten Staatsfeind zur staatstragenden Partei“, Die SPD im Kreis Westerwald bis 1933, 126 Seiten, Hardcover, Schreibwerkstatt SCHRIFT:gut, ISBN 978-3-946133-04-9, Preis: 9,50 €, Bestellung: schriftgut.woge@t-online.de oder Tel. 02664/9919248

 

 
 

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