Krippe in Höhn: SPD begrüßt Kehrtwende

Veröffentlicht am 13.06.2008 in Kommunales

"Gut, dass sich nun der Fortschritt in der Beteruungspolitik auch im Westerwald einstellt", kommentiert die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Dr. Tanja Machalet die jüngste Entscheidung des Jugendhilfeausschusses, die Kinderkrippe in Höhn in den Kindertagestättenbedarfsplan aufzunehmen. Trotzdem bleibe der Fortschritt eine Schnecke und die Chance, offensiv die Erweiterung des Betreuungsangebots anzugehen werde vertan.
Rückblick: In der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses und des Kreistages im April wurde der Antrag der SPD, die Krippe in den Bedarfsplan aufzunehmen, noch vehement und ohne nachvollziehbare Begründung abgelehnt. Ebenso lehnte die Mehrheit im Kreistag es ab, für Wahlfreiheit und Planungssicherheit für die Eltern zu sorgen.
"Beidem wird auch durch die Kehrtwende im Einzelfall nicht Rechnung getragen," stellt Machalet klar.

Die SPD fordert nach wie vor, dass beim Ausbau des Betreuungsangebots den Bedürfnissen der Kinder und deren Eltern entsprochen werde. Die "kleine Altersmischung", wie sie vom Kreis favorisiert wird, gehe in vielen Fällen - vor allem bei den ganz Kleinen - an diesen Bedürfnissen vorbei.
Bestätigt sehen sich die Sozialdemokraten durch die Kirchen, die vor kurzem ihre Eckpunkte zur Zukunft der konfessionellen Tageseinrichtungen für Kinder vorgelegt hatten.
Die SPD ist optimistisch, dass die Krippe in Höhn Signalwirkung haben und auch in anderen Kommunen Bedarf artikuliert werden wird.
"Und wenn der Druck wächst, wird sich auch die Kreisverwaltung dem raschen Fortschritt nicht weiter entziehen können. Denn wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben," so Machalet abschließend.

 
 

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