Greetings from USA - Emma Jung berichtet von ihrem Austauschjahr

Veröffentlicht am 18.06.2019 in Aktuell

Emma Jung aus Kaltenholzhausen, die Gabi Weber für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Bundestages auswählen konnte, meldet sich mit ihrem lezten Bericht aus Houston, Texas. So schnell vergeht ein Jahr, denn am Ende des Monats wird Emma schon wieder in Deustchland erwartet: 

So langsam neigt sich mein Auslandsjahr dem Ende zu, deshalb wollte ich die Gelegenheit ergreifen und von meinen Reisen in den USA berichten. Es ist wahnsinnig interessant auch andere Staaten kennenzulernen und sich einen Eindruck von den Menschen und der Kultur dort machen zu können, denn wie überall hat auch hier jeder Ort seine eigenen Eigenschaften, Charaktere und Merkmale.

Ende Januar hatte ich das erste Mal die Chance einen anderen Teil der USA zu erkunden. Dank dem Parlamentarischen Patenschafts Programm (PPP) haben wir Stipendiaten die Chance bekommen, fast eine ganze Woche in Washington DC, der Hauptstadt, sowie dem Mittelpunkt der Politik, zu verbringen.

Da unsere Zeit dort für all die zahlreichen Sehenswürdigkeiten nur sehr knapp war, hatten wir ein sehr volles Programm. Wir besichtigten Denkmäler, wie das Lincoln, Thomas Jefferson, FDR, Martin Luther King jr und das WW2 Memorial sowie einige Museen und den Capitol Hill. Zudem hatten wir die Möglichkeit, mit den Mitarbeitern von je einem Mitglied des Senates und dem Repräsentantenhaus zu sprechen. Ein anderer Austauschschüler aus Houston und ich wurden einem Mitarbeiter von Lizzie Fletcher zugeteilt. Sie ist Demokratin und hat einen Sitz im Repräsentantenhaus (“house of representatives”) und vertritt dort den Distrikt 7, in dem ich zur Zeit lebe. Wir haben uns vorher einige Fragen zu seiner Arbeit im “house” und der allgemeinen politischen Situation überlegt und kamen so in ein gutes Gespräch. Es war sehr interessant mit jemandem zu sprechen, der so stark in das politische Geschehen hier in den USA involviert ist. Danach hatten wir noch etwas Zeit den Capitol Hill zu erkunden. Als Besucher haben wir Pässe für die Galerien der beiden Kammern (Senate and House of Representatives) bekommen und konnten bei einer Sitzung dabei sein. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten hatten wir noch einige workshops in denen wir Themen wie allgemeine Rechte, politische Konflikte sowie persönliche Teamfähigkeiten besprochen haben.

 

Meine Austauschorganisation, YFU (youth for understanding) arbeitet mit der Organisation BELO, einem Reiseunternehmen, welches sich auf kulturelle Reisen für internationale Austauschschüler spezialisiert, zusammen. Es werden jährlich einige Trips an die Ost-, oder Westküste, sowie nach Hawaii angeboten. Das Schöne an diesen Reisen ist, dass dort Austauschschüler aus vielen verschiedenen Ländern der ganzen Welt zusammentreffen. Ich entschied mich für eine Reise nach Hawaii in der letzten Woche im Februar und es war ein wirklich einmaliges Erlebnis. Auf dem Programm standen einige Dinge, unter anderem eine Catamaran Tour, Surfunterricht, ein Besuch im Polynesian Culture Center, Schnorcheln, Wandern auf dem Kraterrand Diamond Head und ein Tag an der Pearl Harbor Gedenkstätte. Wir haben sehr viele interessante Orte entdeckt und bewundert und hatten zwischen den Programmpunkten Zeit den Strand zu genießen oder die Insel Oahu zu erkunden. Am letzten Abend hatten wir die Möglichkeit zu einem traditionellen „luau“ zu gehen. Bei einem luau wird das gesellschaftliche Zusammenkommen mit traditionellen Tänzen, Gesang und Essen gefeiert. Am Ende hieß es dann “A hui hou” (bis wir uns wieder sehen), denn in Hawaii glaubt man daran, dass es immer ein Wiedersehen gibt.

 

Einige Wochen später bin ich mit meiner Gastfamilie nach Fort Collins, Colorado gefahren. Mit dem Auto waren wir etwas mehr als 16 Stunden unterwegs. Dort haben wir unsere Frühlingsferien verbracht und Freunde der Familie besucht. Es war sehr schön, einige Tage mit meiner Gastfamilie zu verbringen, da wir uns so noch etwas besser kennen gelernt haben und unsere Beziehung im Allgemeinen gestärkt wurde. Wir waren Ski-, und Schlittenfahren, haben Museen besucht und waren bei einem Eishockeyspiel. Am letzten Tag sind wir sogar nach Wyoming (Nachbarstaat, nördlich von Colorado) in ein Skigebiet gefahren. Das Wetter und die Umgebung dort haben mich an unsere Winterurlaube zuhause erinnert.

Nach den Frühlingsferien hat für mich das letzte Trimester an meiner Highschool begonnen. Neben Leichtathletikwettkämpfen standen auch andere schulische Veranstaltungen an. Außerhalb der Schule habe ich versucht meine Zeit zu nutzen um so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln. Ich habe unglaublich viele nette Menschen kennengelernt, die mein Auslandsjahr in allen Aspekten geprägt haben.Dazu zählen neue Freunde, andere Austauschschüler die mich in vielen Situation am besten verstanden haben, meine Leichtathletiktrainer, die mich unterstützt haben wo sie nur konnten und Lehrer, die Rücksicht nahmen und immer ein offenes Ohr für mich hatten. In dem vergangenen Jahr ist mir besonders bewusst geworden, wie dankbar ich für die Dinge bin, die ich bereits habe. Obwohl ich meine Familie und Freunde fast ein Jahr lang nicht gesehen habe, sind sie mir noch mehr ans Herz gewachsen. Zudem habe ich gelernt die Möglichkeiten, die wir als Jugendliche in Deutschland haben, zu schätzen. Wir sind in einem Land groß geworden, dass uns Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit bieten kann. Ob auf politischer oder sozialer Ebene, wir können uns eine eigene Meinung bilden und uns für diese einsetzen. Die Türen sind für uns geöffnet, um Veränderungen zu machen, Erfahrungen zu sammeln und Träume zu verwirklichen.

 

Homepage Gabi Weber - Ihre Abgeordnete für Westerwald und Rhein-Lahn

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