Umgehung Bad Marienberg soll Ende 2012 fertig sein

Veröffentlicht am 08.11.2011 in Aktuell

Aus der "Westerwälder Zeitung":
Bad Marienberg hofft auf täglich 10 000 Fahrzeuge weniger in der Bismarckstraße – Arbeiten an B 414 auf Hochtouren

Bis Ende 2012 soll die Ortsumgehung Bad Marienberg (L 293) fertig sein. Das gab Ulrich Neuroth, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez, bei einem Pressetermin an der Neubaustrecke bekannt. Denselben Zeitrahmen hat die Straßenbaubehörde für den dreispurigen Ausbau der B 414 zwischen Schneidmühle und Kirburg gesetzt, wo derzeit ebenfalls die Arbeiten auf Hochtouren laufen. Damit die Fristen auch tatsächlich eingehalten werden können, hoffen die Planer auf einen möglichst schneearmen Winter.

Eingeladen zu dem Termin in Bad Marienberg hatte der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Hendrik Hering. Er machte deutlich, dass es gut sei, „dass das Großvorhaben Umgehung jetzt in vollem Gange ist. Denn angesichts der Schuldenbremse werden solche Projekte künftig wohl so nicht mehr möglich sein. Die Sicherung bestehender Infrastruktur hat da klar Vorrang vor Neubauten“, so Hering. Ebenso wie VG-Bürgermeister Jürgen Schmidt und Stadtbürgermeister Dankwart Neufurth geht er davon aus, dass die Umgehung die Kommune erheblich entlasten wird. Schätzungen besagen, dass mit Eröffnung der Strecke täglich 10 000 Fahrzeuge (darunter auch viel Schwerlastverkehr) weniger durch die Kur- und Einkaufsmeile Bismarckstraße rollen werden. Ein weiterer Vorteil der neuen Route liegt darin, dass dann sämtliche Gewerbegebiete Bad Marienbergs direkt an einer Landesstraße liegen. „Wenn wir zusätzlich irgendwann noch eine direkte Verbindung zur Nistertalstraße bekommen, sind wir richtig happy“, so Schmidt.

Ganz konkret befindet sich derzeit das rund drei Kilometer lange Teilstück zwischen Jugendbahnhof und Ortsausgang Zinhain im Bau. Als vorteilhaft erweist sich hier die parallel betriebene Maßnahme an der B 414, wo es einen Überschuss an Erdmassen gab, der an der Umgehung gut zum Auffüllen von Talsohlen verwendet werden konnte. Die Fahrbahn auf dem neuen Abschnitt ist stellenweise schon frostsicher hergestellt. Zum Teil werden noch Versorgungsleitungen unter die Straße gelegt. Nun steht die Ausschreibung für den wuchtigen Oberbau bevor, der künftig einiges an Lkw-Verkehr aushalten muss. Außerdem entstehen aktuell die Überführung im Bereich Tennishalle, die das existierende Wanderwegenetz eingliedern soll, sowie ein Regenrückhaltebecken, das Wasser dosiert ins Erdreich abgibt. Die gesamte Umgehungsstrecke kostet rund 8,8 Millionen Euro, 5,3 Millionen Euro wurden (insbesondere für Brückenbauwerke) bereits im ersten Abschnitt zwischen Langenbach und altem Bahnhof verbaut.

4,8 Millionen Euro kostet der dreispurige Ausbau des unteren, etwa 2,8 Kilometer langen Teilstücks der B 414 zwischen Schneidmühle und Kirburg. Der obere Abschnitt wurde bereits 2004/2005 fertiggestellt. Ganz aktuell werden auf einer Länge von 1,3 Kilometern massive Gabionenwände errichtet. Dazu werden Metallkörbe mit schweren Steinen befüllt, die den Hang sichern sollen, erklärte LBM-Leiter Neuroth. Vor die Körbe werden zum Schutz der Verkehrsteilnehmer Betongleitwände aufgestellt. Danach geht es dann an den Bau der dritten Fahrbahn, die den Berg hinaufführt.

Für die in dem Ausbaubereich liegende Abfahrt Richtung Unnau-Korb wird eine provisorische Verkehrsregelung vorgegeben werden, bis es auch von dieser Gemeinde aus einen Direktanschluss an die Nistertalstraße gibt. Kein Thema aufgrund fehlender finanzieller Bundesmittel ist derzeit laut Neuroth die Ortsumgehung Kirburg. „Vor 2015/16 wird sich hier wohl gar nichts tun.“

(Bericht: Nadja Hoffmann-Heidrich, Foto: Röder-Moldenhauer)

 
 

Homepage Hendrik Hering, Ihr Abgeordneter für den Westerwald

Aktuelles aus der Heimat

Aus aller Welt

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von websozis.info