SPD: Schullandschaft im Westerwald gleicht Ödland

Veröffentlicht am 10.07.2007 in Pressemitteilung

Chancengleichheit wird zur Farce, Landrat und CDU haben kein Konzept

„Das in der Kreistagssitzung verabschiedete Papier zur Schullandschaft Westerwald ist nur eine Bestandsaufnahme. Die qualitativen Herausforderungen werden völlig vernachlässigt!“ Zu dieser Einschätzung der bildungspolitischen Situation im Westerwald kommt die Leiterin der SPD-Arbeitsgruppe Demographischer Wandel und stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Tanja Machalet. „Das Papier gibt dem Land die Schuld für hausgemachte Probleme und betrachtet Bildung nur als Kostenfaktor.“

Gerade unter den Herausforderungen des Demographischen Wandels ist es nach Meinung der SPD unerlässlich, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass allen Kindern der Zugang zu höheren Bildungswegen eröffnet wird. „Wir können es uns nicht leisten, im landesweiten Vergleich im unteren Bereich zu liegen,“ so Machalet weiter. Nach den Zahlen des Statistischen Landesamtes liegt der Westerwalkreis bei der Zahl der Schüler an Gymnasien und Gesamtschulen landesweit mit 23% an vorletzter Stelle; Spitzenreiter ist der Landkreis Kaiserslautern mit 38,8%. Die beruflichen Gymnasien böten zwar eine Möglichkeit, auch nach dem Realschulabschluss noch das Abitur zu machen, allerdings seien hier die Plätze stark begrenzt und es gebe lange Wartelisten, die viele Jugendliche völlig demotivierten und die dann auf den ebenfalls engen Ausbildungsstellenmarkt drängten. Dadurch würde die Suche nach einem Ausbildungsplatz für Hauptschüler noch schwieriger.

Bestätigt sehen die Sozialdemokraten ihre Kritik durch den jüngst veröffentlichten Offenen Brief des Gymnasiums Bad Marienberg an die Kreistagsmitglieder (WZ vom 29.06.07).
„Wenn die CDU in einer Kreistagssitzung öffentlich äußert, dass Kinder zur Hauptschule geprügelt werden müssten, zeigt sie ein völlig antiquiertes, auf Elitenbildung ausgerichtetes Bildungsverständnis. Das hat mit Chancengleichheit nichts zu tun und spricht Eltern das Recht ab, für ihre Kinder den bestmöglichen Ausbildungsweg zu wählen,“ meint Machalet.

Die SPD fordert weiterhin, dass der Kreis endlich einen Schulentwicklungsplan vorlegt, der sich auch qualitativ mit der Bildungssituation im Westerwald auseinandersetzt und aufzeigt, wohin die Reise gehen soll. Als Vorbild führt sie den Plan des Landkreises Mainz-Bingen an. Für den Herbst dieses Jahres und das nächste Frühjahr plant die SPD mehrere Veranstaltungen zur Bildungssituation im Westerwald, bei denen sich Eltern, Lehrer und Schüler zu ihren Vorstellungen äußern können.

„Die Kinder im Westerwald sind nicht dümmer als im Rest des Landes. Wir wollen dafür sorgen, dass sie nicht aufgrund fehlender Zugänge dümmer gehalten werden!“ so Machalet abschließend.

 
 

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